Donnerstag, 22. August 2013

Tage 12 und 13: Unterwegs zum Yosemite Nationalpark

Kalifornien hat die schönsten Buchten, den blauesten Himmel, das angenehmste Klima und die reichsten Filmstars. Soweit die Klischees - und alle stimmen! Kalifornien hat aber auch eine ganz andere Seite - eine rauhe, steinige, menschenleere Seite. Und affenheiß noch dazu. Diese Ödnis haben wir gestern erlebt. Wir verließen Los Angeles bzw. Thousand Oaks Richtung Nordosten. Etappenziel war Lake Isabella, auf halbem Weg Richtung Bishop und damit Richtung Yosemite Nationalpark. Da wir das Navi meist programmieren auf "keine Autobahnen" und "keine Mautstraßen" und ich mich bei der Auswahl der Routenvorschläge vertippt hatte, wurden wir meilenweit durch unwirtliches Gelände geführt. 


Rechts und links der kurvigen Landstraße zwischen Bakersfield und zwei Kaffs namens Woody und Glennville nur vertrocknete Steppe, felsige Hügel und weites Land. Sehr weites Land. Die Weg nahm und nahm kein Ende. (Aber natürlich trafen wir den unvermeidlichen UPS-Wagen...)


Und: Ölfelder! 


Es waren dort so wenige Autos unterwegs, dass sich die Fahrer entgegenkommender Fahrzeuge grüßten. "Hurra, ein Mensch! Es gibt also noch Leben auf diesem Planeten!" wollte man ihnen zurufen. Mitten in der Pampa plötzlich eine Baustelle und ein einsamer, Kautabak kauender Streckenposten, der uns anhielt und auf ein Begleitfahrzeug warten hieß. Die Straße würde kontrolliert und sei deshalb nur einspurig und nur mit vorausfahrendem "Pilot Car" befahrbar. Bis es kam, hielten wir einen netten Plausch in der brütenden Hitze. 


By the way: Seit unserer USA-Reise im letzten Jahr wissen wir, dass 104 Grad Fahrenheit 40 Grad Celsius entsprechen. Gestern waren es fast auf dem gesamten Weg deutlich über 90 Grad Fahrenheit bei wolkenlosem Himmel.  Ein kleiner Vorgeschmack auf das Wüstenklima in Las Vegas...


(104 Grad spätnachmittags um 17:39 Uhr...)
Vom Lake Isabella waren wir enttäuscht - ein vor sich hin trocknender See mit ein paar versprengten Häusern und Motels drumrum. Aber als Zwischenstation für eine Übernachtung durchaus tauglich.


Heute ging's dann weiter zwischen den Ausläufern des Sequoia Nationalparks und denen des östlichen Rands des Death Valley bzw. der Mojave-Wüste. Sequoia ist der botanische Name der Redwoods, jener schlanken und riesengroßen Nadelbäume, die irgendwo zwischen Mammutbäumen und Zypressen eingeordnet werden. 


Die höchsten lebenden Bäume der Welt gehören zu dieser Art der sogenannten "Küstenmammutbäume". Unterwegs säumten aber auch jede Menge Joshua Trees unseren Weg:


Diese Bäume gehören zu den Yucca-Palmen und werden bis zu 15 Metern hoch. U2 hat sein berühmtes 87er-Album "The Joshua Tree" (mit "With or without you") offenbar nach diesem Baum benannt, weil viele Aspekte des Albums mit den Themen "Wüste" und "Wasser" verbunden sind.

Den längsten Teil der Strecke legten wir auf der CA 395 zurück - praktisch schnurgerade Richtung Norden durch das weite Land des kalifornischen Ostens bis Bishop. 


Die Fahrt gestern und heute war das totale Kontrastprogramm zu den quirligen Tagen in LA. Aber gerade die herbe Schönheit und die Ruhe, die diese Gegend im Vergleich zu den großen Metropolen ausstrahlt, machte die Fahrt so reizvoll. Jetzt sind wir gespannt auf den Yosemite Nationalpark und die alte Western-Geisterstadt Bodie morgen.


Dienstag, 20. August 2013

Update / Universal Studios

Irgendwie ist mir auf halber Strecke ein Urlaubserlebnistag abhanden gekommen - heute war schon Tag 11, nicht erst Tag 10, unserer USA-Reise. Na ja, wenn man Zeit und Raum vergisst, ist das wohl das beste Anzeichen für einsetzende Erholung...
Jedenfalls hier kurz für unserer eigene Erinnerung das Update der ersten 10 Tage plus Bericht von heute:
Tag 1: Frankfurt - New York
Tag 2: New York
Tag 3: New York - San Francisco 
Tag 4: San Francisco
Tag 5: San Francisco 
Tag 6: San Francisco - Ben Lomond (Santa Cruz)
Tag 7: Santa Cruz - Big Sur - Cambria
Tag 8: Cambria - Santa Barbara
Tag 9: Santa Barbara - Malibu - Thousand Oaks (Los Angeles)
Tag 10: Los Angeles (Stadterkundung)

Jetzt also: 
Tag 11: Los Angeles (Universal Studios)
Die vermutlich beste Errungenschaft für diesen Urlaub war wohl die online-Vorab-Buchung von drei "front-of-line"-Pässen für die Universal Filmstudios in Hollywood samt "preferred parking"-Ticket. Diese Entrittskarten haben uns in Summe sicherlich 4 Stunden Wartezeit an den Attraktionen dieses Riesen-Unterhaltungsparks erspart. Die langen Reihen der in der Hitze wartenden Normal-Bezahler konnten wir lässig umgehen und wurden überall sofort durchgewunken. Hurra! Allein am "The Transformers 3D-Ride" hätten wir 55 Minuten anstehen müssen, um in den Genuß eines Wahnsinns-Rollercoaster-Erlebnisses zu kommen, bei dem wir u.a. von einem Wolkenkratzer in die Tiefe stürzten. Zwar virtuell, aber so unglaublich realistisch gemacht, dass ich vor Schreck noch lauter geschrieen habe, als vorher im "House of Horrors", einem Gruselkabinett vom Allerfeinsten, bei dem Schauspieler in fiesen Zombie-Kostümen urplötzlich aus der Finsternis auftauchen und einen zu Tode erschrecken. Charlotte ließ beim Durchgehen (das eher ein Durchtasten war) vor Schreck ihre Sonnenbrille fallen. Einer der "Zombies" schnappte sie sich und rückte sie erst nicht wieder raus. Gruselig! Fast am fiesesten fand ich aber eine ganz einfache Gruselei: Dünne Bindfäden, die in den stockfinsteren Gängen von der Decke hängen und einem den Eindruck vermitteln, einen Spinnfaden zu streifen (Nico, das hättest du nicht überlebt!).
Innerhalb eines Tages haben wir erlebt:
- Studiotour (spektakuläre Fahrt durch die Kulissen diverser Hollywood-Blockbuster mit Dino- und King Kong-Überfall in 3D und simuliertem Erdbeben in einer U-Bahn-Kulisse)
- Shrek 4D (Film in 3D, bei dem die Zuschauer zusätzliche Erlebnisse wie rüttelnde Kinosessel, Wasser und Wind haben)
- Waterworld (großartige Stuntshow)
- House of Horrors (siehe oben)
- Special-Effects-Show
- Transformers (hab zwar vor Panik nur die Hälfte mitgekriegt, aber die war super!)
- Revenge of The Mummy (was übrigens nicht "Die Rache der Mami" heißt, sondern "Die Rache an der Mami" :-)) - keine Ahnung, was in dieser Attraktion passiert ist, durch die wir rasant in kleinen Gondeln fuhren - ich hatte die ganze Zeit die Augen zu. 
- Jurassic Park (Wasser-Achterbahn durch eine traumhafte Kulisse, bei der wir pitschnass wurden)
Alles in allem ein überwältigendes Erlebnis in der Welt der Filme auf einem 162 Hektar großen Gelände, dass jährlich 5 Mio Besucher zählt (davon etwa die Hälfte gestern). Ach ja: die größte Rolltreppe der Welt gibt's hier auch - sie verbindet die beiden Ebenen des Freizeitparks miteinander. Leider ein teures Vergnügen, aber jeden Dollar wert! Hier ein paar Eindrücke:

Wild-West-Kulisse mit Explosion

Whisteria Lane aus "Desperate Housewives"

Das Bates-Motel aus "Psycho" 

Fugzeugabsturz aus einem Spielberg-Film

Waterworld

Waterworld

Blick über einen Teil der Anlage und auf einen Teil der Rolltreppe

"Mesum, wir haben ein Problem: Die Hälfte des Urlaubs ist rum!"

...zum guten Schluss.


Montag, 19. August 2013

Tage 8 und 9: Santa Barbara, Malibu, Santa Monica, Venice Beach, Los Angeles

In Santa Barbara wären wir gerne geblieben. Ein schönes Städtchen am Strand, kein übermäßiger Touri-Nepp, und der blaueste Himmel ever seen.







Die alte spanische Missions-Station in Santa Barbara fanden wir nicht soooo spannend, aber sie lag praktisch auf dem Weg ;-)
Nach einer letzten Runde am Pier entlang verließen wir Santa Barbara und warfen auf der Fahrt Richtung Los Angeles noch schnell ein paar Blicke auf die Anwesen der Reichen und Schönen in den Hügeln von Santa Barbaras Stadtteil Mendocito (bzw. auf die sie umgebenden Hecken, Zäune und Mauern). Unter anderem Oprah Winfrey wohnt hier - wenn sie nicht gerade auf einem ihrer anderen Anwesen in Chicago, New Jersey, Florida, Georgia, Colorado, auf Maui, Hawaii oder auf Antigua weilt. Ihr Haus in Mendocito gilt aber angeblich als ihr Hauptwohnsitz, den sie "Promised Land" nennt. 

Eher enttäuschend fanden wir Malibu. 20 Meilen zieht sich diese Gemeinde den Pazifikstrand entlang - das war nach den vielen größtenteils viel schöneren Buchten und Stränden, die wir bisher auf unserem Trip schon gesehen haben, nicht mehr sehr spektakulär. Einen richtigen "Ortskern" gibt es auch nicht, und so bogen wir irgendwann vom Pacific Coast Highway nach links in die Malibu-Canyons ab. Schon cool, diese topografisch so enge Verbindung aus Strand und Bergen! Oberhalb der Canyons liegt Thousand Oaks, ein Vorort von Los Angeles und unser Domizil für drei Nächte. 

Heute waren wir dann den ganzen Tag in Los Angeles unterwegs, allerdings nicht auf eigene Faust, sondern von Santa Monica aus per Stadtrundfahrt in einem coolen gelb-grün-roten "Rasta-Bus" der Firma "A Day in LA Tours", die wir bei Tripadvisor als beste Stadtrundfahrt-Veranstalter ausgemacht hatten. 


Und wir wurden nicht enttäuscht! Rachel, unser Guide, war nicht nur eine prima Fahrerin unseres Mini-Busses, sondern auch eine kundige und sehr unterhaltsame Stadtführerin. In Venice Beach (Muscle Beach!), am Rodeo Drive (leider doch zu teuer...), im Farmer's Market (Shopping Mall), am Griffith Observatory (bekannt aus "Denn sie wissen nicht, was sie tun") und natürlich am Hollywood Boulevard machten wir längere Stopps. 


Am Rodeo Drive hielten uns zwei Pagen bereitwillig die Flügeltür zum Beverly Wilshire Hotel auf, obwohl wir unverkennbar keine Gäste dieses Luxushotels waren und dort nur auf's Klo wollten. Na ja, Julia Roberts kam seinerzeit ja auch als Bordsteinschwalbe rein, und mit etwas Phantasie kann ich mir Dirk als Richard Gere schön reden. Die Rest Rooms waren jedenfalls super!


(Oben am Beverly Wilshire sieht man den Penthouse-Balkon aus "Pretty Woman".)
Am Rodeo Drive gerieten wir vor Valentino außerdem in die Dreharbeiten zu einem Hollywood-Film mit --- Achtung: Kreischalarm!!! --- Robert Pattinson! Er war wahnsinnig überzeugend, in der Art, wie er für die Szene im schwarzen Anzug mit seinem üblichen Schlafzimmer-Gesichtsausdruck aus einem Auto ausstieg und bei Valentino reinging. Das ist nichts für Anfänger. Oscar, bitte! 


Am Griffith Observatory hatten wir aus 300 Metern Höhe einen phantastischen Ausblick auf LA und natürlich auf das Hollywood-Sign.



Und auf dem unvermeidlichen Hollywood Boulevard stolperten wir zwischen Tausenden anderer Touristen über die Hollywood-Sterne. Am Chinese Theatre stellten wir wenigstens fest, dass Charlotte in die Fußstapfen von Bruce Willis passt - der Mann hat offenbar so kleine Füße wie eine Elfjährige mit Schuhgröße 39.


Fazit nach 7 1/2 Stunden Los Angeles: "A Day in LA Tours" können wir 100%ig empfehlen - auf eigene Faust hätten wir heute längst nicht so viel geschafft, und wir haben viel erfahren. Aber ein Tag für LA reicht dann auch. Morgen haben wir Karten für die Universal Studios, und am Dienstag geht's dann Richtung Nationalparks. 



Samstag, 17. August 2013

Tag 7: Von Cambria bis Santa Barbara

Andrea: Wir werden gestalkt. Eindeutig. UPS ist hinter uns her. Seit wir im Frühjahr bei Amazon mehrfach einen Gartentisch reklamieren mussten, der dann drei mal von UPS abgeholt und neu geliefert wurde, sind wir bei denen in irgendeiner Datei gelandet, die uns mindestens zwei mal pro Woche einen freundlichen Mitarbeiter im braunen Gefährt vorbei schickt, der irgendetwas abholen will, für das wir angeblich einen Abholauftrag bei Amazon gestellt haben. UPS wollte in den letzten Wochen schon Staubsauger, Rudergeräte, Trampoline... abholen. Hatten wir alles nie bestellt, war deshalb auch nie geliefert worden und konnte ergo auch nicht abgeholt werden. Schon -zig Mal musste UPS unverrichteter Dinge wieder abziehen. Hier in den USA wächst sich die Geschichte allmählich zum Running Gag aus, denn UPS treffen wir hier überall. Ob auf entlegenen Parkplätzen, in unwirtlichen Gegenden, auf kurvenreichen Straßen oder direkt vor dem Motel - egal wo wir hinkommen: Der schnauzbart-tragende UPS-Fred in seinem offenen braunen Gefährt ist schon da. Und wir fragen uns jedesmal, was er diesmal bei uns abholen will. Vermutlich sind wir UPS America inzwischen schon verdächtig, weil wir uns regelmäßig ausschütten vor Lachen, wenn plötzlich wieder einer vor uns steht, so wie gestern am "Ragged Point" in Big Sur.



Charlotte: Am siebten Tag unserer Amerika Tour sind wir von Cambria nach Santa Barbara gefahren. Santa Barbara ist eine absolute Vorzeige-Stadt hier in Kalifornien: Wunderschöne Sandstrände mit Palmen, riesengroße Villen und die teuerste Stadt der USA.




Also wenn das das Paradies ist, check ich ein! Heut Abend waren wir noch bei IHop Pancakes, Zwiebelringe und Salat essen. Morgen geht's dann weiter nach Thousend Oaks bei Los Angeles.

Freitag, 16. August 2013

Tag 6: Pacific Coast Highway bis Cambria

Andrea: Mit Superlativen soll man ja sparsam umgehen, aber heute haben wir ohne Übertreibung die schönsten Ausblicke, die man auf den Pazifik haben kann, erlebt. Es kann unmöglich noch schöner werden, als vom Pacific Coast Highway aus im Gebiet "Big Sur" am Ozean entlang zu fahren, mal steil und kurvenreich in die Berge hinauf, dann wieder direkt neben der Küste am Wasser entlang, aber immer mit Blick auf den Ozean und der Frage: Welches Blau ist eigentlich schöner - das des wolkenlosen Himmels oder das des Pazifiks, der sich uns in allen Tönen von Saphirblau über tiefes Königsblau bis Türkis darbot. Es war absolutely amazing.





Das riesige protzige Anwesen Hearst Castle des Zeitungsmoguls William Randolph Hearst auf einem Hügel nahe San Simeon hatten wir auf Anraten einer Freundin ausgelassen (danke, liebe Inge! Wir vertrauen dir und sind sicher, nichts verpasst zu haben - auch unser Reiseführer gibt dir Recht!) und haben uns stattdessen ganz in der Nähe ausgiebig der großen See-Elefanten-Kolonie gewidmet, die sich dort in der Sonne aalend häutet und Kräfte sammelt für den Winter. 



Unser Reiseführer schreibt dazu u.a., dass die mächtigen Tiere an Land wie moppelige unbeholfene Klopse wirken, doch im Wasser aufgrund ihrer Stromlinienform zu pfeilschnellen Tornados werden. Kommentar von Charlotte: "Genau wie Mami!" - na warte! 

Donnerstag, 15. August 2013

Tag 5: The Beast...

Charlotte: Dürfen wir vorstellen? The Beauty and The Beast!


...wobei natürlich klar ist, wer hier wer ist...:-)
Jedenfalls haben wir mitten in San Francisco unseren wundervollen GMC Terraine- Mietwagen abgeholt und sind als erstes auf die Twin Peaks gefahren. San Francisco im Morgennebel:


Zwischenzeitlich wäre ich da oben allerdings um ein Haar mitten nach San Francisco hinunter gefallen:


Gerade nochmal gut gegangen... Aber macht euch keine Sorgen-mir geht's gut! Nach diesem beinahe Absturz hat uns das Biest noch sicher über die Golden Gate Bridge gefahren:

Echt schön diese Brücke. Mittlerweile sind wir in einem super gemütlichen Motel (mit Pool!) in den Bergen von Santa Cruz, südlich von San Francisco. 

Morgen geht's dann weiter den Pacific Coast Highway in Richtung Süden. 

Mittwoch, 14. August 2013

Tag 5: Nob Hill, Chinatown, Waxmuseum, Fisherman's Wharf, Rainforest Café, Musée Mécanique

Andrea: Ich muss leider auch heute wieder lästern: Den Amis ist echt nix zu blöd. Im Wax-Museum in Fisherman's Wharf entdeckten wir in der Abteilung "Diktatoren" diesen auf "ich bin doch gar nicht so böse" getrimmten Herrn in der Mitte:


Ansonsten ist das Wax-Museum für 5 Dollar Eintritt zwar kein Highlight, aber witzig, zumal manche Figuren mit ihrem lebendigen Vorbild so gar keine Ähnlichkeit haben:


Gleich links neben dem Wax-Museum hatten wir ein spektakuläres Essen im Rainforest Café. Dort ist ein riesiger Urwald (oder was der Ami dafür hält) nachgebildet, mit "wilden Tieren", die alle 10 Minuten rumzappeln und brüllen. 





Sehr sehr lustig und großartig gemacht, aber als Mitarbeiter würde ich in dieser Pseudo-Regenwald-Kulisse zwischen Gorillas und künstlichen Gewittern vermutlich auf Dauer durchdrehen. Aber das Essen dort hatten wir uns redlich verdient: Der Aufstieg vom Stadtteil "Pacific Heights" in der Nähe der Bay, wo unser Motel liegt, zum wunderschönen Viertel "Nob Hill" war lang und anstrengend. Die Gegend sieht aus, wie dem Vorspann einer amerikanischen Vorabend-Sitcom entsprungen: Schmale rausgeputzte Häuschen mit Garage im Souterrain und Erker im 1. Stock reihen sich aneinander. Und immer wieder wunderschöne Villen im viktorianischen Stil. 
Wir enterten ein Cable Car und ließen uns damit nach Chinatown chauffieren. 




Den Rest des Nachmittags verbrachten wir bei herrlichstem Wetter wieder rund um Fisherman's Wharf, unter anderem lange in dem witzigen und kostenlosen Museum "Musée Mécanique" mit alten Spielautomaten, die wir reichlich ausprobierten. In dieser Halle direkt am Pier sind, leider ohne Erklärungen und etwas willkürlich nebeneinander gestellt, Wahrsager-Automaten, elektrische Klaviere, alte Flipper-Automaten, uralte Computerspiele, mechanische Schießanlagen, Bowlingbahnen und andere Schätzchen aufgereiht. Alles darf (soll) für 25 oder 50 Cent ausprobiert werden - für uns auch ein kleiner Vorgeschmack auf Las Vegas.


Dank des grandiosen Wetters heute bot sich uns von Fort Mason aus ein nebelfreier Blick auf die Golden Gate Bridge:


Fazit des Tages: Die spinnen, die Amis! Stellen Diktatoren nach, erschaffen Regenwald-Erlebnisgastronomie und ziehen uns mit uralten Spielautomaten-Raritäten das Geld aus der Tasche - aber gerade dafür lieben wir sie!