Rechts und links der kurvigen Landstraße zwischen Bakersfield und zwei Kaffs namens Woody und Glennville nur vertrocknete Steppe, felsige Hügel und weites Land. Sehr weites Land. Die Weg nahm und nahm kein Ende. (Aber natürlich trafen wir den unvermeidlichen UPS-Wagen...)
Und: Ölfelder!
Es waren dort so wenige Autos unterwegs, dass sich die Fahrer entgegenkommender Fahrzeuge grüßten. "Hurra, ein Mensch! Es gibt also noch Leben auf diesem Planeten!" wollte man ihnen zurufen. Mitten in der Pampa plötzlich eine Baustelle und ein einsamer, Kautabak kauender Streckenposten, der uns anhielt und auf ein Begleitfahrzeug warten hieß. Die Straße würde kontrolliert und sei deshalb nur einspurig und nur mit vorausfahrendem "Pilot Car" befahrbar. Bis es kam, hielten wir einen netten Plausch in der brütenden Hitze.
By the way: Seit unserer USA-Reise im letzten Jahr wissen wir, dass 104 Grad Fahrenheit 40 Grad Celsius entsprechen. Gestern waren es fast auf dem gesamten Weg deutlich über 90 Grad Fahrenheit bei wolkenlosem Himmel. Ein kleiner Vorgeschmack auf das Wüstenklima in Las Vegas...
(104 Grad spätnachmittags um 17:39 Uhr...)
Vom Lake Isabella waren wir enttäuscht - ein vor sich hin trocknender See mit ein paar versprengten Häusern und Motels drumrum. Aber als Zwischenstation für eine Übernachtung durchaus tauglich.
Heute ging's dann weiter zwischen den Ausläufern des Sequoia Nationalparks und denen des östlichen Rands des Death Valley bzw. der Mojave-Wüste. Sequoia ist der botanische Name der Redwoods, jener schlanken und riesengroßen Nadelbäume, die irgendwo zwischen Mammutbäumen und Zypressen eingeordnet werden.
Die höchsten lebenden Bäume der Welt gehören zu dieser Art der sogenannten "Küstenmammutbäume". Unterwegs säumten aber auch jede Menge Joshua Trees unseren Weg:
Diese Bäume gehören zu den Yucca-Palmen und werden bis zu 15 Metern hoch. U2 hat sein berühmtes 87er-Album "The Joshua Tree" (mit "With or without you") offenbar nach diesem Baum benannt, weil viele Aspekte des Albums mit den Themen "Wüste" und "Wasser" verbunden sind.
Den längsten Teil der Strecke legten wir auf der CA 395 zurück - praktisch schnurgerade Richtung Norden durch das weite Land des kalifornischen Ostens bis Bishop.
Die Fahrt gestern und heute war das totale Kontrastprogramm zu den quirligen Tagen in LA. Aber gerade die herbe Schönheit und die Ruhe, die diese Gegend im Vergleich zu den großen Metropolen ausstrahlt, machte die Fahrt so reizvoll. Jetzt sind wir gespannt auf den Yosemite Nationalpark und die alte Western-Geisterstadt Bodie morgen.










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