Montag, 26. August 2013

Tag 17, der eigentlich Tag 16 war

Fast hätte ich unseren kleinen Umweg gestern auf dem Weg von Tonopah nach Las Vegas vergessen: Wir haben das Tal des Todes überlebt. Hurra! Und es war gar nicht so schwierig. Denn unsere 108 Grad Fahrenheit (42,2 Grad Celsius) gestern im Death Valley nehmen sich gegenüber 134 Grad Fahrenheit (56,7 Grad Celsius) geradezu winterlich aus. So heiß war es im Death Valley 1913 - bis heute die höchste jemals auf der Erde gemessene Temperatur in der Luft. 


Auf dem Boden werden es gerne mal 90 Grad (Celsius!) und mehr, weshalb man gelegentlich Touristen sieht, die sich aus Spaß auf dem Boden ein Spiegelei braten. Jüngst haben aber die Ranger uns Touris gebeten, diesen Unfug zu lassen - sie waren es leid, liegengebliebene Eierschalen zu entsorgen und sauber machen zu müssen. Kann man verstehen. Aber die Ranger sind es selbst Schuld:

http://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/hohe-temperaturen-im-death-valley-touristen-braten-spiegeleier-auf-dem-boden/8470530.htm

Im Tal des Todes findet man auch den tiefsten Punkte der Erde unterhalb des Meeresspiegels, den man trockenen Fußes betreten kann - Badwater. Minus 86 Meter ist dieser ausgetrocknete Rest eines urzeitlichen Sees tief. 

Im Death Valley wollten wir uns Temperaturmäßig eigentlich auf Las Vegas vorbereiten. Dort waren in den letzten Wochen beständig zwischen 39 und 43 Grad Celsius gemessen worden. Erstaunlicherweise ist es heute nur 29 Grad warm, und schwarze Regenwolken hängen über der Stadt. Die müssen wech - für morgen planen wir unseren Tagesausflug in den Grand Canyon. Zuvor aber noch ein paar Eindrücke aus der Welthauptstadt der Show und des Glücksspiels:


Dirk verzockt die Reste unserer Urlaubskasse. Immerhin darf er dabei rauchen. Überall in den USA ist das Rauchen verboten, inzwischen auch in Parks und auf Restaurant-Terrassen - nur in den Casinos von Las Vegas darf gequarzt werden, was die Lunge noch hergibt. Hauptsache, der Raucher lässt seine Kohle da.


Der Markusplatz des Venetian ("St. Mark's Square"), ein künstlich geschaffener, aber sehr atmosphärischer Platz, perfekt klimatisiert unter künstlichem Himmel. Es hat nicht künstlich geregnet - die "Pflastersteine" sind offenbar immer so glänzend gewienert. Eigentlich fehlen nur noch künstliche Tauben, die uns Kunst-Kot auf die Schulter sch... :-), dann wäre die Illusion perfekt. 


Die Halle des Hotels mit Wasserfall.


Dieser Himmel ist echt und draußen - ehrlich!

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