Freitag, 23. August 2013

Tag 14: Mono-Lake, Geisterstadt Bodie, Yosemite Nationalpark, June Lake

Heute haben wir Kaliforniens dritte Seite entdeckt: Außer traumhaft schönen Stränden und Buchten und endloser Steppe hat dieses Land landschaftlich noch mehr zu bieten: ein Berge-Panorama, das in den Alpen nicht schöner sein könnte. Aber der Reihe nach: Von Bishop ging es die CA 395 weiter Richtung Norden, vorbei am salzigen Mono-Lake mit seinem Tuff-Gestein in die Geisterstadt Bodie, direkt an der Grenze zu Nevada. Die Stadt war während des Goldrauschs gegründet worden und hatte in den 1870er Jahren bis zu 10.000 Einwohner. Wikipedia schreibt: "In Bodie gab es während dieser Blütezeit der Stadt 65 Saloons entlang der Hauptstraße, ein Rotlichtviertel mit zahlreichen Bordellen, ein Chinesenviertel mit einem taoitischen Tempel und einer Opiumhöhle, eine Eisenbahn, mehrere Zeitungen, sieben Brauereien und Kirchen verschiedener Religionen. Aber auch das Verbrechen hielt Einzug. Morde, Überfälle und Postkutschenraub waren beinahe an der Tagesordnung. Die Goldgräberstadt Bodie genoss einen schlechten Ruf und galt in dieser Zeit als eine der wildesten und gesetzlosesten Städte des Westens." Nach dem Ende des Goldrauschs begann der Niedergang. Heute ist die verlassene Stadt Teil eines State Parks und kann besichtigt werden. 
Der Weg dorthin führt über eine etwa drei Meilen lange unbefestigte Schotterpiste. Wir rumpelten in die  Geisterstadt kaum komfortabler als seinerzeit die Postkutsche... In Bodie sehen manche Häuser tatsächlich so aus, als seien die Bewohner gerade erst gegangen. Unter anderem ein Saloon, eine Kirche, die Schule und der Laden sind gut erhalten. Beim Wandern durch die Straßen und neugierigen Blicken durch die halbblinden Scheiben bekommt man einen kleinen Eindruck davon, wie die Menschen gelebt haben. Wir fanden den Ausflug absolut spektakulär!









Nachdem wir zurück auf den Highway gerumpelt waren, machten wir einen Abstecher in den Yosemite Nationalpark. Aber da dessen Attraktionen mehr auf der anderen, der westlichen Seite liegen und wir noch den Weg zu unserer nächsten Unterkunft vor uns hatten, blieb es bei einem Abstecher. Eigentlich unverzeihlich, gilt doch Yosemite als absolutes Muss, aber wir müssen ja auch noch Ziele für die nächsten Jahre haben...:-) Der östliche Eingang des Yosemite macht auf jeden Fall Lust auf mehr...



Seit dem Nachmittag sind wir nun stolze Einwohner einer Lodge in den Bergen rund um den June Lake. Es ist wunderschön hier - Alpen-Panorama, Spa und Rehe vor der Hütte inklusive. Erholung pur!


Morgen geht es Richtung Nevada und nach einer weiteren Übernachtung nach Las Vegas. Gute Nacht aus June Lake!

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