Sonntag, 25. August 2013

Tag 16: Totales Kontrastprogramm: Auf Tonopahs Einöde folgt "Viva Las Vegas"!

Grober Fehler. Ausgerechnet am Samstag Abend beginnt unser Abenteuer Las Vegas. Auf dem "Strip", also dem Las-Vegas-Boulevard, schieben sich Menschenmassen von Casino zu Casino, von Shopping Mall zu Shopping Mall, von Show zu Show. Und wir Las-Vegas-Anfänger mittendrin. 
Schrill oder schrecklich? Witzig oder peinlich? Aufregend oder beängstigend? Nur laut oder schon lärmend? Nach dem ersten von vier Abenden kann ich mir noch keine Meinung über Las Vegas bilden. Auf jeden Fall ist Las Vegas anstrengend. Aber auch irgendwie sehr aufregend. Die quietschbunten Casinos reizen uns überhaupt nicht, obwohl wir gestern schon durch vier durchgelatscht sind. Die riesigen Hotel-Casinos sehen irgendwie alle gleich aus. Und vor allem gibt's nirgends ein "Exit"-Schild. Auf alles wird aufmerksam hingewiesen - Cashier, Restaurants, Bar, Restrooms, Concierge... - bloß auf den Ausgang nicht, damit man so lange wie möglich im Casino bleibt. Wir haben uns tapfer gegen die Reizüberflutung im Venetian, im Caesar's, im Bellagio und im Flamingo gewehrt und nach längerer Suche immer auch den Ausgang gefunden (man muss sich Richtung Hotellobby orientieren...). Entschädigt wurden wir durch die wunderschönen Wasserspiele vor dem Bellagio-Hotel! 
Sehr witzig sind natürlich die Nachbauten europäischer Hochkultur von griechischen Tempeln, über römischen Foren und Pariser Sehenwürdigkeiten bis hin zu venezianischen Kanälen. Die Shopping-Mall entlang des "Canale Grande" in unserem Hotel "The Venetian" ist wirklich großartig. Unter dem künstlichen Himmel schippern tatsächlich singende Gondoliere des Wegs, und der Campanile sieht seinem Vorbild auf dem echten Markusplatz verblüffend ähnlich. 
Unsere Suite ist riesig groß und perfekt eingerichtet. Allerdings ist das nichts besonderes, denn hier sind alle 3000 "Zimmer" so. Die Leute sollen sich wohl fühlen und bei Laune gehalten werden, damit sie möglichst viel Geld in den Casions lassen. Daher sind die Hotels in Las Vegas auch alle vergleichsweise günstig. Für das, was wir hier bezahlen, bekämen wir in München oder Hamburg deutlich weniger "Hotel". Das Geld wird hier halt in den Casions verdient. 
Unsere Suite hat zwei Ebenen - Schlaf- und Wohnbereich - sowie ein riesiges Badezimmer. Drei Fernseher (einer im Bad) sind natürlich Unfug, aber durchaus erträglich :-). Wir blicken auf den Pool. das benachbarte Palazzo-Hotels und  über die Stadt bis zu den Bergen. Hier lässt es sich aushalten! 


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